Presse

Presseerklärung

Eröffnung der Freien Schule Elbe-Havel-Land voraussichtlich zum Schuljahr 2017 /2018
Mit Spannung wird von vielen Eltern und interessierten Bürgern der Region beobachtet, ob
und wie es nun mit dem Schulprojekt in Kamern weitergeht, deshalb möchten wir nun
ausführlich darüber berichten.
Nach reiflicher Überlegung und eingehender juristischer Beratung hat sich der neugierig
e.V. gemeinsam mit dem Pädagogenteam gegen eine Klage im Eilverfahren und eine
eventuell daraus folgende Eröffnung zum Schuljahr 2016/2017 entschieden. Denn selbst
bei positivem Ausgang, wäre der Genehmigungsbescheid erst eine Woche vor
Schulbeginn eingetroffen. Ein sicherer und rundum gelungener Schulstart wäre also nicht
zu schaffen, was gegenüber den Eltern und Kindern und auch gegenüber den Lehrern und
Pädagogen unverantwortbar wäre. Denn erst nach der Genehmigung wird der
Finanzierungskredit durch die Bank freigegeben. Demzufolge können auch erst dann die
Räume vollständig eingerichtet und Unterrichtsmaterial gekauft werden.
Die Fristen bei der Gründung einer freien Schule zwischen Bescheid, Einspruch und
Schulstart sind so kurz, dass der Schulstart zum kommenden Schuljahr meist nicht zu
schaffen ist. Leider hat dies System und ist beabsichtig. Viele Schulgründungsinitiativen
verlässt dann der Mut, Eltern und Schüler brechen weg, Lehrkräfte suchen sich oft einen
neue Arbeit, Mietverträge für Gebäude werden gekündigt oder Geldgeber und Spender
springen ab.
Wir haben großes Glück, dass fast alle Eltern sowie die Pädagogen bei uns bleiben wollen
und auch die Bank weiterhin dieses gute Projekt unterstützt. Außerdem ist der Verein
Besitzer des Gebäudes und kann nicht gekündigt werden.
Wir wissen jetzt noch einmal mehr, dass unser pädagogisches Konzept für die Freie
Schule Elbe-Havel-Land sehr zukunftsweisend und einzigartig ist. Denn das zeigte ein
externes professorales Gutachten, welches der Verein im Juni in Auftrag gegeben hat.
Dies wurde notwendig, da das Ministerium plötzlich und entgegen vorhergehender
Gespräche kein besonderes pädagogisches Interesse mehr erkennen konnte. Dies ist
umso ungewöhnlicher, als das wir mit unseren Schwerpunkten – Tiergestütztem Lernen,
Reformpädagogik mit Montessori und Freinet, Inklusion und dem ausgefeilten
Werkstättenkonzept für handwerkliche und wissenschaftliche Tätigkeiten wirklich
einzigartig in der Region und in ganz Sachsen-Anhalt wären.
Mit ähnlichen Begründungen wurde im Übrigen auch die Schulgründungsinitiative in
Werben “abgebügelt”. Wir vermuten deshalb eine massive Einflußnahme von einigen
mächtigen Vertretern des Landkreises, da die Schulgründungen deren Interessen
zuwiderlaufen. Also wurde auf höchster Ebene interveniert. Man hat sich nicht einmal die
Mühe gemacht dies zu verschweigen, sondern vieles sogar öffentlich geäußert und
protokolliert. Es ist schon sehr bedauerlich, dass Politikerklüngel und Einflußnahme mehr
bewirken als bürgerliches Engagement auf beiden Seiten der Elbe. In Werben und
Kamern wollen Eltern und Pädagogen aus eigener Kraft wissenschaftlich fundierte neue
Bildungsprojekte aufbauen.
Wir möchten deshalb an alle Abgeordneten in Kreis- und Landtag apellieren, sich die
Mühe zu machen, die Projekte vor Ort genauer anzuschauen und die Zukunftsvisionen der
Akteure zu hinterfragen und gemeinsam zu diskutieren. Nur so kann es ein kreatives
Miteinander und eine Entwicklung in der ländlichen Region geben. Wir benötigen kreative
und mutige Politiker, die sich wagen alte Dinge in Frage zu stellen und neue Wege zu
gehen, denn dies wird angesichts der komplexen regionalen und globalen Krisen immer
wichtiger und unerläßlicher. Die wenigen verbliebenen weltoffenen und demokratischen
Kräfte vor Ort sollten unterstützt werden.
Aus diesem Grunde haben wir auch direkt mit dem Ministerium gesprochen und sind auf
einem guten Weg die Eröffnung der Schule zum Schuljahr 2017/2018 zu schaffen.
Derzeit werden die Räume von den Eltern eingerichtet und gestaltet. Die ersten
Lernmaterialien werden aus Spendenmitteln angeschafft und für die Kinder- und
Lehrküche sind wir gerade mit einem Förderer im Gespräch. Besonders stolz sind wir auf
die Druckwerkstatt, die in den nächsten Wochen in das Gebäude einzieht. Auch im
Lehrgarten grünt und blüht es schon und die ersten Tiere sind auf dem Lehrbauernhof
eingezogen. Noch in diesem Jahr ist die Eröffnung des Bildungshauses geplant, es soll bis
zum Schulbeginn für die außerschulische Kinder- und Jugendbildung genutzt werden.
Erfreut war der Verein auch, dass die Kirchengemeinde Kamern ebenfalls Mitglied im neugierig e.V. geworden ist.

Hier haben wir einen starken und in der Kinder- und Jugendarbeit erfahrenen Partner im Boot. Ja, die
Zahl der Unterstützer steigt täglich. Wie es aussieht ist das Projekt auch mit politischem
Gegenwind nicht mehr aufzuhalten, sondern nur zu verzögern. Das gibt uns als Initiatoren
natürlich Kraft.
Denn wir sind überzeugt, jeder kann sich in unsere Gesellschaft für eine gute und
demokratische Zukunft engagieren in solchen oder ähnlichen Projekten. Wir werden also
weiter arbeiten und zeigen, dass unsere Region reif für innovative Bildungsprojekte
ist. Wir danken ganz herzlich allen, die dies bisher unbeirrt getan haben und wünschen
uns weitere Hilfe, damit es bald in Werben und Kamern zwei zukunftsweisende und
wunderbare Freie Schulen gibt.

Der Vorstand des neugierig e.V. Kamern

 

Jugend-Kultur-Preis 2014

Am  8.12.2014 verlieh Kultusminister Stephan Dorgerloh in Magdeburg im Rahmen des Jugend-Kultur-Preises 2014  den  Förderpreis an das Teilprojekt (Jahr)Hundertwasser aus Spuren im Land.

SchülerInnen der Förderschule “Am Klietzer See” und der Grundschule “Am Eichenwäldchen” gestaltetet gemeinsam mit der Künstlerin Michaela Herbst und der Projektleiterin von Spuren im Land Anna Liban große Leinwände im Stil von Hunderwasser zum Thema Wasser und Flut nach eigenen Ideen.

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