Lehmbau- Spuren im Land

Inhaltliches :
Beim Lehmbau werden der Schüler Köpfe, Herzen und Hände angesprochen – Denken, Fühlen und Handeln sind Fähigkeiten, die es bei diesem Modul gilt anzusprechen und zu reflektieren. Während der Arbeit mit dem naturbelassenen Material werden sowohl kognitive als auch sinnliche Wahrnehmungsfähigkeiten angeregt. Auf diesen Ebenen soll nicht nur die Flut verarbeitet, sondern darauf aufbauend auch eine nähere, positive Beziehung zur Natur und ihren Elementen geschaffen und Berührungsängste abgebaut werden. Durch die gemeinsame Anteilnahme an dem Prozess, etwas Bleibendes und Sichtbares zu erschaffen, gewinnen die Schüler handwerkliche Fähigkeiten, ökologisches Wissen und vor allem soziale Kompetenzen und Teamfähigkeiten. Die während des Hochwassers gesammelten und teilweise traumatischen Erlebnisse werden dadurch mit einer positiven Erfahrung abgeschlossen.

Projektdauer 4 Tage
Referent: Jörg Finger (Dipl.Ing.(FH))

Jörg Finger Jörg Finger

Seit 1989 bin ich im Bauberuf als Bauingenieur, Baufacharbeiter, Lehmbaubegeisterter, im Stroh- und Ofenbau tätig und sammelte auch während meines Fachhochschulstudiums ständig praktische Bauerfahrung. 1999 habe ich einen eigenen Lehmbaubetrieb, der ebenso IJGD Einsatzstelle für Jugendliche im „freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege“ darstellt, und führe seit 2000 auch zusätzlich Grundofenbau/Backöfen. Nebenbei bin ich seit 2002 als Referent in der Heimbildungsstätte Villa Fhorde e.V. tätig. Später veranstaltete ich auch privat organisierte Ofenbaukurse, seit 2009 Kurse beim FAL e.V. in Wangelin und Kinderprojekte in verschiedenen Kindereinrichtungen z.B. in Wahlitz, in Magdeburg und in Weißenfels.
Mir ist es wichtig, insbesondere jungen Menschen die Begeisterung und die Kenntnisse im ökologischen Baubereich zu vermitteln und Einblicke in die Nachhaltigkeit von traditionellen, naturgerechten Bauweisen zu geben.